Neubau


In der Energieeinsparverordnung 2009 (EnEV 2009) sind der Jahresprimärenergiebedarf und der auf die Umfassungsfläche bezogene Transmissionswärmeverlust die entscheidenden Größen zur Klassifizierung eines Gebäudes. Beim Primärenergiebedarf handelt es sich um den Wärmebedarf für Heizung und Warmwasser unter Berücksichtigung der Heizungsverluste (inkl. Verluste an Leitungen und Armaturen) sowie Verluste bei der Energieerzeugung (Bohrloch, Kraftwerk). Der spezifische Transmissionswärmeverlust beschreibt hingegen die Dämmqualität ihres Gebäudes.

KfW-Energiesparhäuser 70, 55 und 40 im Neubau


Der Primärenergiebedarf ihres tatsächlichen Neubaus wird mit dem Primärenergiebedarf ihresGebäudes mitheutiger gesetzlicher Referenzausstattung verglichen. Ein KfW 70- Haus darf in diesem Beispiel eine Primärenergiebedarf haben der mind. 30 Prozent niedriger ist als der des Referenzgebäudes. Ebenso wird der spezifische Transmissionswärmeverlust bertachtet. Bei einem KfW 70- Haus muss dieser Wert mind. 15% besser sein als beim Referenzhaus. Darüber hinaus dürfen die Anforderungen der EnEV 2009 zu diesem Neubau bezüglichdes Transmissionswärmeverlusts generell nicht überschritten werden. Diese beiden Qualitätswerte werden bei den KfW – Energiesparhäuser wie die Hausbezeichnung selbst um jeweils 15 % gesenkt, sodass das KfW 40- Haus nur noch 40% der Primärenergie des Referenzgebäudes braucht. Der Transmissionswärmeverlust beträgt dann 55% im Bezug auf das Referenzhaus.

Passivhausstandard


Beim Passivhaus (http://www.passiv.de/) werden durch eine sehr gute Dämmung optimale und gleichmäßige Oberflächentemperaturen erreicht. Ein Passivhaus ist derart konzipiert, dass es ohne Heizungsanlage auskommen kann. Bei diesen Gebäuden ist die kontrollierte Lüftung mit Wärmerückgewinnung ein charakteristisches Merkmal. Durch die eingebauten Filter bringt die Anlage nicht nur frische, sondern auch saubere Luft in die Wohnräume. Vor allem Allergiker werden dadurch entlastet, weil Pollen und Staub größtenteils herausgefiltert werden. Passivhäuser benötigen maximal 15 kWh/m² Wohnfläche und Jahr. Das heißt, ein Gebäude mit 200m² Wohnfläche benötigt zur Beheizung maximal 3.000 kWh was 300 Liter Heizöl entspricht

Hier finden Sie definierte Energiestandards auf einem Blick:

Energiestandards

Null-Energiehaus und Plus-Energiehaus


Das Haus der Zukunft benötigt keine externen Energiequellen mehr. Sonnenkollektoren und Photovoltaikanlage auf dem Dach fangen genügend Sonnenenergie ein, um den gesamten Wärme- und Strombedarf abzudecken. Der Bauplan des Hauses orientiert sich am Lauf der Sonne. Reicht die Kraft der Sonne nicht aus, springt die Anlage zur Wärmerückgewinnung ein. Aufbereitetes Regenwasser deckt den Wasserbedarf.
Technisch möglich sind Null-Energiehäuser, wie Modellprojekte zeigen. Darunter sind sogar solche Häuser, die mehr Energie erzeugen, als sie selbst brauchen: Man spricht dann vom Plus-Energiehaus.